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Bandtrocknungssystem Druckversion

Vielseitig einsetzbare Bandtrocknung mit flexibler Wahl des Energieträgers

Das patentierte Andritz 3Sys AG-Bandtrockensystem (BDS) zeichnet sich durch große Flexibilität in der Anwendung und beim Energieeinsatz aus. BDS-Anlagen eignen sich für die Trocknung einer breiten Palette verschiedene Produkte wie Industrie- und Kommunalschlämme, Kuhdung, Biomasse, vorbehandelte, feste Kommunalabfälle, etc. Ein besonderes Plus ist die flexible Wahl des günstigsten Energieträgers. Das Temperaturprofil des Trocknungsbetriebes schafft optimale Voraussetzungen für teilweise oder ganzheitliche Nutzung von Abwärme aus vorgeschalteten Prozessen.

Die Stärken:

  • Das Endprodukt erfüllt hinsichtlich der pathogenen Keime die US Richtlinien der EPA 503 und wird als Class A Schlamm klassifiziert
  • Verdampfungsleistung bis zu 10 t Wasser pro Stunde und Trocknungslinie >> weniger Linien, geringer Unterhalt, Kostenreduktion
  • Trocknergehäuse ab einer Leistung von 3 t/h aus Beton: >> robust; keine Korrosion; kein zusätzliches Gebäude erforderlich
  • Kostengünstige, einfache Wartung dank eines ausgereiften technischen Konzepts und dem guten Zugang zu sämtlichen Elementen
  • Einfacher Anlagenbetrieb durch Quick-Start/Stop-Programme
  • Einhaltung sämtlicher ATEX-Sicherheitsauflagen
  • Optimale Voraussetzung für die Verwertung von Abwärme
BDS Anlage in Nufri, Spanien
  • Produktkühlung integriert in Trocknung
  • Hoher thermischer Wirkungsgrad durch optimale Abluftrezirkulation
  • Gute Anpassbarkeit an verschiedene Schlämme aus verschiedenen Kläranlagen durch variable Rückmischung

Bei Nutzung von Abwärme sind folgende zusätzliche Vorteile zu erzielen:

  • Keine Kosten für thermische Energie, daher wesentliche Reduktion der Betriebskosten
  • Nachhaltige, von Energiepreissteigerungen unabhängige Lösung, dadurch Konservierung der Primärenergiequellen für künftige Nutzung
  • Umweltfreundliches Konzept, beträchtliche Reduzierung des Treibhauseffekts
  • Ideale Voraussetzungen für ganzheitliche oder teilweise Nutzung von Abwärme als Rauchgas, Dampf, Heißwasser etc., aus BHKW, Abfallverbrennungsanlagen und anderen thermischen Prozessen.
Ansicht der Endproduktaustragsseite im Normalbetrieb

Produktweg

Mechanisch vorentwässerter Schlamm und bereits getrockneter Schlamm werden auf eine Speise-/Mischschnecke aufgegeben. Der Mischschlamm (Trockengehalt ca. 60% TS) wird von einer Dosier- und Verteilschnecke auf das Trocknungsband aufgebracht und über dessen gesamte Breite verteilt. Die Dosier- und Verteilschnecke sowie ein höhenverstellbarer Verteilhaspel sorgen für eine homogene Schüttschicht von 4 – 15 cm (einstellbar) über die gesamte Bandbreite.
Der Mischschlamm wird mittels im Kreislauf geführter Warmluft aufgewärmt und getrocknet.
Nach der Trocknungszone hat das Produkt ein Trockengehalt von ca. 90% und wird anschließend in der Kühlzone gekühlt. Am Ausgang des Trockners wird das getrocknete Produkt durch eine Schnecke ausgetragen und der weiteren Verwertung bzw. der Rückmischung zugeführt.

BDS Anlage in Wohlen, Schweiz

Trocknungsluft

Die Trocknungsluft wird auf Eingangstemperaturen von 120°C-150°C erwärmt. Die Warmluft durchströmt anschließend die Schlammschicht und nimmt dabei die Feuchtigkeit des Produktes auf. Zur Erzielung eines optimalen thermischen Wirkungsgrades wird der Trockner mit einer hohen Umluftrate (Trocknungsluftrezirkulation) betrieben, d.h. ein großer Teil der Trocknungsluft wird der Wärmeerzeugung zugeführt und wieder auf die Eingangstemperatur aufgeheizt. Ein Teilstrom der Umluft wird dem Kondensator sowie einem chemischen Wäscher, in dem saure und basische Schadstoffe ausgeschieden werden, zugeführt. Sämtliche Komponenten des Trockners sind im Unterdruck, d. h. es können keine Staub- oder Geruchsemissionen an die Umgebung abgegeben werden.

Wärmeerzeugung

Die Trocknungsluft wird entweder direkt über die Zumischung der heißen Gase aus der Erdgasverbrennung oder indirekt über Wärmetauscher mittels Nutzung der Abwärme aus verschiedenen Prozessen wie zum Beispiel Abgase aus Zementöfen, Abfallverwertungsanlagen, Gasturbinen oder Gasmotoren für Kraftwerke sowie Heißwasser aus Gasmotoren für Kraftwerke aufgewärmt.
Bei der direkten Aufwärmung der Luft werden die aus dem Brenner kommenden Heißgase in einer Brennkammer direkt mit der kalten Trocknungsluft zusammengeführt und anschließend wieder in den Trockner zurückgeführt. Im Falle der Nutzung von Abwärme wird die Trocknungsluft in einem meist oben am Trockner angebrachten Wärmetauscher indirekt erhitzt. Die Trocknungsluft durchströmt die nasse Schlammschicht und kühlt wieder ab. Die im Verdampfungsprozess entstehenden Brüden werden im Kondensator und Wäscher gereinigt.
Auf Grund der Anordnung der Ventilatoren nach dem Trockenband werden sämtliche schlamm- oder produktberührten Teile des Trockners im leichten Unterdruck gehalten, d. h. es können keine Staub- oder Geruchsemissionen an die Umgebung abgegeben werden.

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