Was hilft uns in der Corona-Krise?

Was hilft uns in der Corona-Krise?

HERAUSFORDERUNG

Milliarden von Menschen müssen mit hochwertigen Gesichts- und Atemschutzmasken versorgt werden, um sich bestmöglich vor einer Covid-19-Infektion zu schützen. Innovative und zuverlässige Herstellungsverfahren sind daher gefragter denn je.

LÖSUNG

Ein ANDRITZ-Team hat in Rekordzeit eine neuartige Produktionslinie für Masken entwickelt. Die D-TECH-Face-Mask-Linie gewährleistet höchste Qualitäts- und Hygienestandards. Täglich werden bis zu 750.000 Masken gefertigt.

Als sich das neuartige Corona-Virus ab Februar 2020 weltweit immer stärker ausbreitete, reagierte die ANDRITZ-Division Nonwoven schnell und entwickelte innerhalb weniger Wochen eine Technologie für die Herstellung von chirurgischen und medizinischen Atemschutzmasken, die höchsten Hygiene- und Qualitätsansprüchen genügt.

Das Kundeninteresse ist ungebrochen hoch. Seit der Markteinführung im März 2020 wurde eine große Zahl von Anlagen verkauft. Geliefert werden die Maschinen von ANDRITZ Diatec, einer Firma mit 80 Mitarbeitern und Sitz in Collecorvino, Italien. Dort entstanden bislang hauptsächlich Anlagen zur Herstellung von Hygieneprodukten wie Babywindeln.

Nach der erfolgreichen Einführung der ersten Maskenlinie brachte ANDRITZ im Sommer 2020 noch eine weitere D-TECH-Maskenlinie zur Herstellung von hochwertigen Atemschutzmasken wie beispielsweise Masken in Entenschnabelform oder Faltmasken auf den Markt.

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Fabrice Ferretti ist Vertriebsleiter bei ANDRITZ Diatec. So erinnert er sich an die Tage Ende Februar 2020:

„Ende Februar erreichten uns die Meldungen, wie sprunghaft sich das neue Corona-Virus ausbreitet. Angst ging um. Aber die schwierige Situation spornte meine Kollegen und mich auch an. Wir fragten uns, was wir tun könnten, und machten uns an die Arbeit.

Bis spät in die Nacht befassten wir uns mit den Charakteristika von Atemschutzmasken: Materialien, Aufbau, Besonderheiten. Wir hatten das Ziel, auf Basis unserer existierenden Maschinen einen innovativen Prozess zu entwickeln, um sehr hochwertige Masken herzustellen.

Am 8. März startete der Lockdown in Italien. Es war deprimierend. Aber wir gaben nicht auf. Video-Konferenzen ersetzten die persönlichen Treffen. Am 27. März dann der Durchbruch: Unsere D-TECH-Face-Mask-Linie war bereit, und unser Marketing trug die Botschaft hinaus in die Welt.

Das Echo der Kunden war gigantisch. Unser Team ist stolz, in so kurzer Zeit so viel erreicht zu haben – und somit Covid-19 die Stirn zu bieten.“

Im Inneren der Maschine

Die neue ANDRITZ D-TECH-Gesichtsmaskenlinie produziert und laminiert automatisch drei oder mehr Gewebelagen (Spunbond, Meltblown, thermisch verfestigte Vliesstoffe u. a.).

Sie erreicht eine Geschwindigkeit von 110 m/min und ist in der Lage, bis zu 750.000 chirurgische und andere Einweg-Gesichtsmasken pro Tag herzustellen.

Die Produkte können automatisch in Beutel oder Kartons verpackt werden.

Anbringen und Falten von Nasenklammern

© ANDRITZ
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ANDRITZ Nonwoven auf einen Blick

ANDRITZ deckt im Bereich Nonwoven-Maschinentechnologie die komplette Liefer- und Wertschöpfungskette von der Faseröffnung und -mischung des Rohmaterials, Vliesbildung, Verfestigung, Veredelung und Trocknung bis hin zur Weiterverarbeitung ab:

ANDRITZ Asselin-Thibeau plant, baut und liefert schlüsselfertige Vliesstoff-Produktionsanlagen für Nadelverfestigung einschließlich Karden, Kreuzleger, Vliesstrecke und Nadelverfestigungsmaschinen.

ANDRITZ Perfojet, einer der Pioniere auf dem Gebiet der Wasserstrahlverfestigung, hat weltweit mehr als 240 Maschinen und komplette Spunlace-Produktionsanlagen in Betrieb. Außerdem ist ANDRITZ Perfojet führend im Bereich Air-Through-Bonding.

ANDRITZ Küsters verfügt weltweit über zahlreiche Referenzen in der Kalandrierung und Veredelung von Vliesstoffen und Textilien. Das Unternehmen ist des Weiteren federführend in der Nassvliesbildung, u. a. für die Entwicklung umweltverträglicher, plastikfreier oder plastikreduzierter Vliesstoffprodukte.

ANDRITZ Diatec ist bekannt für seine Kompetenz in der Converting-Technologie, die bei der Herstellung von Babywindeln, Inkontinenz- und Femcare-Produkten sowie Schutzmasken verwendet wird.

ANDRITZ Laroche* – Das jüngste Mitglied der ANDRITZ-Vliesstoff- Familie ist seit über 100 Jahren führender Lieferant von Faseraufbereitungstechnologien.

*Im Dezember 2020 hat ANDRITZ mit Laroche, Frankreich, eine Vereinbarung zum Erwerb von LM Industries - bestehend aus Laroche SA und Miltec SA, Frankreich - unterzeichnet. Das Closing der Transaktion wird im ersten Halbjahr 2021 erwartet.

Längsschnitt und Drehung vor dem Hinzufügen der Elastizitätsmerkmale

Längsschnitt und Drehung vor dem Hinzufügen der Elastizitätsmerkmale

© ANDRITZ

„Best-in-class“

Die Esumedics GmbH ist ein junges Unternehmen, das in Radeberg nahe Dresden mit 20 Mitarbeitern Mund-Nasen- Schutz fertigt. Dr. Wolfram Drescher ist einer der Gründer und Geschäftsführer. Warum hat er sich für D-TECH entschieden?

„Die ANDRITZ-Anlage ist in puncto Kosten und Nutzen dem Wettbewerb überlegen. Andere Maschinen sind meist nur ein Sechstel so schnell, produzieren zu viel Ausschuss und benötigen mehr Personal, was die Produktionskosten unnötig in die Höhe treibt.

Bei den D-TECH-Linien läuft jetzt schon vieles vollautomatisch. Für manuelle Arbeitsschritte, wie das Auflegen des Nasendrahts, sind demnächst Upgrade-Pakete verfügbar.

Die Zuverlässigkeit der Maschine konnte durch die zielgerichtete Arbeit der D-TECH-Ingenieure seit Auslieferung ständig verbessert werden. Die Komponenten sind auf Langlebigkeit ausgelegt, und das Setup ist durchdacht.

Unter anderem diese drei Details haben uns überzeugt:

Die ANDRITZ-Maschine arbeitet mit einem Unterdruck-System, um die leichten Maskenbestandteile zuverlässig auf dem Fließband zu halten, bevor sie mittels Ultraschall verschweißt werden.

Eine visuelle Sensorik überwacht, ob jede Maske die richtige Qualität hat: Stimmen die Dimensionen? Wurde der Nasendraht richtig eingearbeitet? Falls nicht, wird das Exemplar automatisch aussortiert.

Auch die Beschickung der Rohstoffe ist optimal: Wenn eine Materialrolle fast abgewickelt ist, wird automatisch eine neue angehängt, ohne dass die Linie angehalten werden muss.

Diese Effizienz schätzen wir. Für uns ist D-TECH Best-in-Class.“

Dr. Wolfram Drescher (rechts) – Gründer und Geschäftsführer der Esumedics GmbH Abwickeleinheit für eine Lage zur Gesichtsmaske

Dr. Wolfram Drescher (rechts) – Gründer und Geschäftsführer der Esumedics GmbH Abwickeleinheit für eine Lage zur Gesichtsmaske

© ANDRITZ

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