Der „From Water-to-Wire“-Auftrag von ANDRITZ umfasst eine neue Kaplanturbine, einen Generator sowie den vollständigen Austausch der Automatisierungssysteme und der elektrischen Anlage. Durch das Projekt wird die installierte Leistung des Kraftwerks dank einer erhöhten Durchflusskapazität um 6 MW gesteigert, wodurch sich die Gesamtleistung auf 28,5 MW erhöht. Der Modellversuch des neuen Laufrads wird im Hydrauliklabor von ANDRITZ in Tampere, Finnland, durchgeführt. Der Generator wird in Weiz, Österreich, konstruiert und gefertigt. Die Inbetriebnahme ist für 2028 geplant.
Da Norwegen den Ausbau der variablen erneuerbaren Energieerzeugung weiter vorantreibt, gewinnt die Flexibilität von Wasserkraftwerken für die Netzstabilität zunehmend an Bedeutung. Damit sind Modernisierungsprojekte wie Strandfossen ein wichtiger Bestandteil der Energiewende des Landes.
Das Kraftwerk Strandfossen wurde 1979 mit der Ausrüstung von KMW in Betrieb genommen, dessen Wasserkraftgeschäft heute Teil von ANDRITZ ist. Das Kraftwerk erzeugt derzeit jährlich 154 GWh Strom, was dem Bedarf von rund 10.000 norwegischen Haushalten entspricht. Nach der Modernisierung wird die jährliche Stromerzeugung voraussichtlich auf 168,5 GWh steigen, genug, um rund 1.000 zusätzliche Haushalte zu versorgen.
Dieses Projekt baut auf der bestehenden guten Partnerschaft zwischen Hafslund und ANDRITZ auf. ANDRITZ saniert derzeit auch das Kraftwerk Vamma von Hafslund, das größte Laufwasserkraftwerk Norwegens.
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