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ANDRITZ: Rekord-Auftragseingang von 3,6 Milliarden Euro im ersten Quartal 2026

2026/04/29

Trotz eines herausfordernden wirtschaftlichen Umfelds erzielte der internationale Technologiekonzern ANDRITZ im ersten Quartal 2026 ein starkes Ergebnis.

Der Auftragseingang erreichte einen Rekordwert von 3.597,8 MEUR, womit das Vorjahresniveau um 54,3 % übertroffen wurde (Q1 2025: 2.332,2 MEUR).
 

Dieser außergewöhnlich hohe Wert ist hauptsächlich auf die kumulierte Verbuchung mehrerer mittelgroßer Aufträge vorwiegend im Geschäftsbereich Hydropower zurückzuführen. Daher sollte dieses Ergebnis nicht auf die kommenden Quartale hochgerechnet werden.

Während der Umsatz der Gruppe um 1,7 % auf 1.790,6 MEUR leicht anstieg (Q1 2025: 1.761,3 MEUR), erhöhte sich das Konzernergebnis um 2,9 % auf 91,8 MEUR (Q1 2025: 89,2 MEUR), und die Rentabilität (vergleichbare EBITA-Marge) blieb mit 8,2 % stabil (Q1 2025: 8,2 %). Auch der Auftragsstand erreichte mit 12.367,4 MEUR einen neuen Rekordwert.

Starke Nachfrage nach Energie; Großaufträge aus Asien, Südamerika und Afrika

Im Geschäftsbereich Hydropower stieg der Auftragseingang aufgrund der starken Nachfrage nach erneuerbaren Energien auf 1.876,8 MEUR deutlich an (+229,9 % vs. Q1 2025: 568,9 MEUR). Zu den bedeutenden Aufträgen zählten Pumpspeicherprojekte wie Saidongar in Indien, das mit einer Leistung von 3.000 MW das größte Pumpspeicherkraftwerk des Landes sein wird, sowie Projekte in Südostasien und Brasilien. Der Geschäftsbereich verzeichnete auch einen höheren Umsatz infolge der Abarbeitung des hohen Auftragsstands.

Im Geschäftsbereich Pulp & Paper stieg der Auftragseingang, ausgehend von der hohen Vergleichsbasis im Vorjahr, auf 1.005,8 MEUR leicht an (+3,2 % vs. Q1 2025: 974,6 MEUR). Der Anstieg resultierte aus mehreren größeren Aufträgen, darunter ein bedeutender Auftrag von General Emballage, Algeriens führendem Hersteller von Wellpappeverpackungen, für die größte Papiermaschine Afrikas. Der Geschäftsbereich steigerte seinen bereits hohen Umsatz und konnte sein Rentabilitätsniveau, auch aufgrund des hohen Serviceanteils, halten.

Im Geschäftsbereich Metals lag der Auftragseingang mit 337,2 MEUR leicht unter dem Vorjahresniveau (-2,4 % vs. Q1 2025: 345,6 MEUR). Dies spiegelt das zurückhaltende Investitionsklima in der Automobilindustrie wider. Die Nachfrage aus der Stahlindustrie verbesserte sich gegenüber dem ersten Quartal 2025 leicht. Während der Umsatz etwas zurückging, blieb die operative Rentabilität stabil.

Im Geschäftsbereich Environment & Energy sank der Auftragseingang gegenüber dem hohen Vorjahreswert auf 378,0 MEUR (-14,7 % vs. Q1 2025: 443,1 MEUR). Während das Investitionsklima für die Energiewende unsicher blieb, stieg die Nachfrage nach Pumpenlösungen. Zu den bedeutenden Aufträgen zählten Projekte im Bereich der erneuerbaren Energien, darunter das umfangreiche Projekt zum Austausch und zur Modernisierung der Pumpen für die illwerke vkw im Pumpspeicherkraftwerk Lünersee in Österreich. Die stabile Umsatzentwicklung wurde durch die solide Nachfrage nach Clean Air-Technologien unterstützt.

Anhaltendes Wachstum bei Umsatz und Service

Der Umsatz der Gruppe setzte den positiven Trend aus dem letzten Quartal 2025 fort und erreichte 1.790,6 MEUR, ein leichter Anstieg von 1,7 % gegenüber dem ersten Quartal 2025. Damit setzte sich der Wachstumstrend trotz eines weiterhin deutlich negativen Währungseffekts von -71,6 MEUR (-4,1 %) fort. Auch das Servicegeschäft entwickelte sich im ersten Quartal sehr positiv und wuchs aufgrund des Anstiegs in den Geschäftsbereichen Pulp & Paper (+7 %) und Hydropower (+3 %) um 4 %.

Vorstandsvorsitzender Dr. Joachim Schönbeck erklärte: „Trotz anhaltender wirtschaftlicher Unsicherheit hatten wir einen sehr soliden Start in dieses Jahr. Der Rekordauftragseingang unterstreicht die weiterhin starke Nachfrage nach unseren Lösungen im Bereich erneuerbare Energien deutlich. Wir beobachten die möglichen Auswirkungen geopolitischer Entwicklungen in wichtigen Endmärkten jedoch aufmerksam. Wir konzentrieren uns weiterhin auf eine disziplinierte Umsetzung unserer Projekte und bekräftigen unsere Finanzziele für 2026.“

Die Ergebnisse des ersten Quartals 2026 im Detail:

  • Der Auftragseingang betrug 3.597,8 MEUR und lag damit um 54,3 % über dem Niveau des Vorjahresvergleichsquartals (Q1 2025: 2.332,2 MEUR). Treiber waren vor allem mittelgroße Aufträge im Geschäftsbereich Hydropower, in dem der Auftragseingang mit 1.876,8 MEUR (+229,9 %) einen Rekordwert erreichte, sowie das anhaltende Wachstum im Geschäftsbereich Pulp & Paper (1.005,8 MEUR, +3,2 % vs. Q1 2025). In den Geschäftsbereichen Environment & Energy und Metals sank der Auftragseingang um 14,7 % auf 378,0 MEUR (Q1 2025: 443,1 MEUR) bzw. 2,4 % auf 337,2 MEUR (Q1 2025: 345,6 MEUR).
  • Der Auftragsstand per 31. März 2026 stieg um 18,3 % gegenüber dem Jahresende 2025 (31. Dezember 2025: 10.457,5 MEUR) und erreichte mit 12.367,4 MEUR einen Rekordwert.
  • Der Umsatz stieg um 1,7 % auf 1.790,6 MEUR (Q1 2025: 1.761,3 MEUR), aufgrund höherer Umsätze in den Geschäftsbereichen Hydropower (+8,4 %) und Pulp & Paper (+3,5 %) infolge der Abarbeitung des hohen Auftragsstands. In den Geschäftsbereichen Metals (-4,2 %) und Environment & Energy (-2,1 %) ging der Umsatz zurück.
  • Das vergleichbare EBITA erreichte 147,3 MEUR (+1,9 % vs. Q1 2025: 144,5 MEUR). Die Rentabilität der Gruppe (vergleichbare EBITA-Marge) blieb mit 8,2 % stabil (Q1 2025: 8,2 %).
  • Das Konzernergebnis (vor Abzug von nicht beherrschenden Anteilen) erreichte 91,8 MEUR und stieg damit um 2,9 % (Q1 2025: 89,2 MEUR).

ANDRITZ bestätigt seine Guidance für 2026: Die Gruppe erwartet eine Projektaktivität auf dem derzeitigen Niveau. ANDRITZ prognostiziert für das Jahr 2026 eine Rückkehr zum Wachstum und einen Umsatz in einer Spanne von 8,0 bis 8,3 Mrd. EUR. Die vergleichbare EBITA-Marge (ohne nicht-operative Positionen) wird voraussichtlich weiterhin auf einem hohen Niveau zwischen 8,7 % und 9,1 % liegen.  

– Ende –

ANDRITZ-GRUPPE
Der internationale Technologiekonzern ANDRITZ liefert hochentwickelte Anlagen, Ausrüstungen, Serviceleistungen und digitale Lösungen für verschiedenste Industrien und Bereiche, darunter Zellstoff und Papier, Metall, Wasserkraft, Umwelt. Die 1852 gegründete, börsennotierte Gruppe mit Hauptsitz in Österreich beschäftigt rund 30.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an 280 Standorten in über 80 Ländern.

Als globaler Technologie- und Innovationsführer engagiert sich ANDRITZ für Fortschritt zum Nutzen von Kunden, Partnern, Beschäftigten, der Gesellschaft und der Umwelt. Wachstumstreiber des Unternehmens sind nachhaltige Lösungen für den grünen Wandel, innovative Digitalisierung für industrielle Höchstleistungen und umfassender Service, der den Wert der Kundenanlagen über den gesamten Lebenszyklus hinweg maximiert. ANDRITZ. FÜR WACHSTUM, DAS ZÄHLT.

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