Der Umsatz im dritten Quartal stieg deutlich (+ 9,2 %), während die Rentabilität (vergleichbare EBITA-Marge) mit 9,0 % (Q3 2025: 8,9 %) auf einem hohen Niveau stabil blieb und das Konzernergebnis um 14,4 % zulegte. Der Auftragsstand erreichte mit 12.729,1 MEUR einen neuerlichen Höchstwert (+21,7 % gegenüber Jahresende 2025) und bildet eine solide Grundlage für weiteres Umsatzwachstum.
Auftragseingang von Hydropower und Metals getragen
Im Geschäftsbereich Hydropower stieg der Auftragseingang auf 703,9 MEUR (+34,2 % gegenüber Q3 2025: 524,5 MEUR), gestützt durch die anhaltende Nachfrage nach erneuerbarer Energie und der Modernisierung bestehender Wasserkraftwerke. Zu den bedeutenden Aufträgen zählten die Modernisierung des Wasserkraftwerks Gabčíkovo, des größten Wasserkraftwerks der Slowakei, sowie Generatorausrüstung für das Wasserkraftwerk Nes in Norwegen und die Erneuerung von Turbinen für das Pumpspeicherprojekt Sampolo in Frankreich. Diese Projekte spiegeln anhaltende Investitionen in erneuerbare Stromerzeugung, Energiespeicherung und Netzstabilität wider. Infolge der Abarbeitung des hohen Auftragsstands stieg der Umsatz deutlich um 25,4 %.
Im Geschäftsbereich Pulp & Paper belief sich der Auftragseingang auf 706,8 MEUR (-24,5 % gegenüber Q3 2025: 935,7 MEUR), nachdem das Vergleichsquartal des Vorjahres besonders stark ausgefallen war. Zu den wesentlichen Aufträgen in China zählten Ausrüstungen für die Zellstoffproduktion und Rückgewinnungskessel. Die Aufträge spiegeln den anhaltenden Trend zur Rückwärtsintegration bei chinesischen Papierherstellern wider und festigen die starke Position von ANDRITZ auf dem chinesischen Markt. In Südamerika erhielt ANDRITZ einen Auftrag für eine komplette Papierproduktionslinie. Der Umsatz erhöhte sich um 8,8 %.
Im Geschäftsbereich Metals stieg der Auftragseingang ausgehend von einer niedrigen Vorjahresbasis auf 357,4 MEUR (+20,8 % gegenüber Q3 2025: 295,8 MEUR). Zu den Aufträgen zählten Anlagen zur Stahlverarbeitung in den USA und Indien sowie Laserblanking- und Formhärteanlagen für Autohersteller in den USA. Der Umsatz blieb nahezu unverändert (-0,4 %).
Im Geschäftsbereich Environment & Energy erreichte der Auftragseingang 398,1 MEUR (-6,1 % gegenüber Q3 2025: 424,0 MEUR). Die Aufträge kamen hauptsächlich aus Nordamerika und Europa. Die aktivsten Marktsegmente waren Energie, Wasserwirtschaft und die Metallindustrie. Aufgrund höherer Umsätze in den Divisionen Feed & Biofuel sowie Clean Air Technologies stieg der Umsatz um 3,1 %.
Vorstandsvorsitzender Dr. Joachim Schönbeck erklärte: „Umsatz und Ergebnis sind im dritten Quartal deutlich gestiegen, und unser Auftragsstand hat einen neuen Rekordwert erreicht. Wir werden weitere Verbesserungen konsequent vorantreiben und unseren hohen Auftragsstand in profitables Wachstum umsetzen.“
Ausblick für das Gesamtjahr 2026 bestätigt
ANDRITZ bestätigt seine Prognose für 2026. Der Konzern geht davon aus, dass die Projektaktivitäten auf dem derzeitigen hohen Niveau bleiben werden. Für das Jahr 2026 prognostiziert ANDRITZ weiterhin eine Rückkehr zum Wachstum und einen Umsatz in einer Spanne von 8,0 bis 8,3 Mrd. EUR. Die vergleichbare EBITA-Marge (ohne nicht-operative Positionen) wird voraussichtlich weiterhin auf einem hohen Niveau zwischen 8,7 % und 9,1 % liegen.
Die im Rahmen des Capital Markets Day im Oktober 2026 vorgestellten mittelfristigen Finanzziele sehen bis zum Jahr 2029 ein Umsatzwachstum auf 10 Milliarden EUR sowie das Erreichen einer vergleichbaren EBITA-Marge von 10 % vor.
Die wesentlichen Finanzkennzahlen entwickelten sich im Berichtszeitraum wie folgt:
- Der Auftragseingang erreichte im dritten Quartal 2.166,2 MEUR (-0,6 % gegenüber Q3 2025: 2.180,0 MEUR) und stieg in den ersten drei Quartalen 2026 auf 8.085,9 MEUR (+17,1 % gegenüber Q1–Q3 2025: 6.906,6 MEUR). Der deutliche Anstieg seit Jahresbeginn war vor allem auf die Geschäftsbereiche Hydropower und Metals zurückzuführen. Im dritten Quartal erhöhte sich der Auftragseingang in Hydropower auf 703,9 MEUR (+34,2 % gegenüber Q3 2025: 524,5 MEUR) und in Metals auf 357,4 MEUR (+20,8 % gegenüber Q3 2025: 295,8 MEUR). Der Auftragseingang in Pulp & Paper verringerte sich auf 706,8 MEUR (-24,5 % gegenüber Q3 2025: 935,7 MEUR), während Environment & Energy 398,1 MEUR erreichte (-6,1 % gegenüber Q3 2025: 424,0 MEUR).
- Der Auftragsstand belief sich zum 30. September 2026 auf 12.729,1 MEUR. Damit erreichte er den höchsten Wert in der Unternehmensgeschichte und lag um 21,7 % über dem Niveau zum Jahresende 2025 (10.457,5 MEUR).
- Der Umsatz erreichte im dritten Quartal 2026 2.059,6 MEUR und erhöhte sich damit um 9,2 % gegenüber der Vorjahresvergleichsperiode (Q3 2025: 1.886,9 MEUR). Im Zeitraum Q1–Q3 2026 erreichte der Umsatz 5.900,9 MEUR (+6,5 % gegenüber Q1–Q3 2025: 5.538,4 MEUR). Das Umsatzwachstum im dritten Quartal wurde vor allem vom Geschäftsbereich Hydropower vorangetrieben, in dem der Umsatz auf 501,1 MEUR stieg (+25,4 % gegenüber Q3 2025: 399,7 MEUR). Auch der Geschäftsbereich Pulp & Paper leistete mit einem Umsatz von 767,3 MEUR (+8,8 % gegenüber Q3 2025: 705,3 MEUR) einen positiven Beitrag. Der Umsatz in Metals blieb mit 422,3 MEUR stabil (-0,4 % gegenüber Q3 2025: 424,0 MEUR), während der Geschäftsbereich Environment & Energy einen Anstieg auf 368,9 MEUR verzeichnete (+3,1 % gegenüber Q3 2025: 357,9 MEUR).
- Das vergleichbare EBITA erhöhte sich im dritten Quartal 2026 auf 184,9 MEUR (+10,3 % gegenüber Q3 2025: 167,6 MEUR), während die Rentabilität (vergleichbare EBITA-Marge) mit 9,0 % (Q3 2025: 8,9 %) stabil blieb. In den ersten drei Quartalen 2026 stieg das vergleichbare EBITA auf 514,6 MEUR (+9,3 % gegenüber Q1–Q3 2025: 470,8 MEUR), während die vergleichbare EBITA-Marge 8,7 % erreichte (Q1–Q3 2025: 8,5 %).
- Das EBITA belief sich im dritten Quartal 2026 auf 175,9 MEUR (+10,0 % gegenüber Q3 2025: 159,9 MEUR) und in den ersten drei Quartalen 2026 auf 488,1 MEUR (+8,8 % gegenüber Q1–Q3 2025: 448,6 MEUR).
- Das Konzernergebnis (einschließlich nicht beherrschender Anteile) erhöhte sich auf 127,3 MEUR (+14,4 % gegenüber Q3 2025: 111,3 MEUR). In den ersten drei Quartalen 2026 betrug es 328,3 MEUR (+8,4 % gegenüber Q1–Q3 2025: 302,9 MEUR).
– Ende –