Susan Trast
Head of Group Communications & Marketing
Die Initiative nutzt innovative Recyclingansätze, um gebrauchte Siebe und Filze aus Kunststoff wieder in einen Produktionskreislauf zurückzuführen. Dadurch werden die thermische Entsorgung des Materials und die dabei entstehenden Emissionen vermieden. Außerdem reduziert sich der Bedarf an fossilen Rohstoffen.
Papiermaschinenbespannungen von ANDRITZ und anderen Lieferanten werden am Ende ihrer Lebensdauer in den Papierfabriken von UPM gesammelt und abgeholt. Diese Aktion wird vom deutschen Recyclingunternehmen HolyPoly, einem zentralen Partner der Initiative, koordiniert. HolyPoly stellt sicher, dass Pressfilze aus verschiedenen Polyamiden (PA) sowie Formiersiebe, die überwiegend aus PA und Polyethylenterephthalat (PET) bestehen, ordnungsgemäß und unter Einhaltung aller relevanten gesetzlichen Vorgaben recycelt werden.
Heiner Schütte, Senior Sourcing Manager bei UPM, erklärt: „Wir bei UPM freuen uns sehr über die Zusammenarbeit mit ANDRITZ und HolyPoly. Durch das Recycling unserer gebrauchten Bespannungen erreichen wir eine höhere Stufe in der Abfallhierarchie – weg von der energetischen Verwertung hin zum stofflichen Recycling.“
Mechanisches Recycling statt Verbrennung
Das Rezyklat aus den Bespannungen wird derzeit zur Herstellung von Spritzgussteilen für die Automobil- und Möbelindustrie eingesetzt und ersetzt hierbei neue Kunststoffe. Die Nachfrage nach dem Material ist hoch und der Recyclingprozess bereits vollständig skalierbar. Zusätzlich zum Ersatz von Primärpolymeren verhindert jede Tonne, die recycelt wird, rund 3 Tonnen CO2-Emissionen, die bei der Verbrennung entstehen würden. In Europa fallen jährlich etwa 7.000 Tonnen gebrauchte Papiermaschinenbespannungen an. Der Großteil wird derzeit verbrannt oder in Einzelfällen deponiert.
ANDRITZ arbeitet an der weiteren Optimierung der Qualität und Spezifikationen des recycelten Granulats, um dieses künftig auch für die anspruchsvolle Herstellung neuer Papiermaschinenbespannungen verwenden zu können.
Mit dieser wegweisenden Initiative übernimmt ANDRITZ Verantwortung als Produzent und geht dabei über die von der EU geplanten Anforderungen der erweiterten Herstellerverantwortung (Extended Producer Responsibility, EPR) hinaus. Das Projekt wurde durch das starke Engagement und die frühzeitige Unterstützung von UPM ermöglicht.
Mehrere Werke beteiligt
Das Recyclingprogramm wurde im Jänner 2025 von ANDRITZ gemeinsam mit HolyPoly und UPM im industriellen Maßstab gestartet. UPM war aktiv am Entwicklungsprozess beteiligt und stellte entsprechende Materialien zur Verfügung. Mehrere UPM-Werke in Finnland und Deutschland lassen ihre Papiermaschinenbespannungen bereits über das Programm recyceln.
– Ende –
Gebrauchte Papiermaschinenbespannungen aus UPM-Werken werden gesammelt und recycelt. Diese Initiative von ANDRITZ, UPM und HolyPoly reduziert Emissionen und den Einsatz fossiler Rohstoffe.
ANDRITZ-GRUPPE
Der internationale Technologiekonzern ANDRITZ liefert hochentwickelte Anlagen, Ausrüstungen, Serviceleistungen und digitale Lösungen für verschiedene Industrien und Bereiche, darunter Zellstoff und Papier, Metall, Wasserkraft und Umwelt. Das 1852 gegründete, börsennotierte Unternehmen mit Hauptsitz in Österreich beschäftigt rund 30.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an 280 Standorten in über 80 Ländern.
Als globaler Technologie- und Innovationsführer engagiert sich ANDRITZ für Fortschritt zum Nutzen von Kunden, Partnern, Beschäftigten, der Gesellschaft und der Umwelt. Wachstumstreiber des Unternehmens sind nachhaltige Lösungen für den grünen Wandel, innovative Digitalisierung für industrielle Höchstleistungen und umfassender Service, der den Wert der Kundenanlagen über den gesamten Lebenszyklus hinweg maximiert. ANDRITZ. FÜR WACHSTUM, DAS ZÄHLT.
ANDRITZ PULP & PAPER
ANDRITZ Pulp & Paper liefert nachhaltige Technologien, Automatisierungs- und Servicelösungen für die Erzeugung aller Arten von Faserstoffen, Tissue, Papier und Karton. Die Technologien und Dienstleistungen konzentrieren sich auf die Steigerung der Produktionseffizienz, die Senkung der Gesamtbetriebskosten sowie auf innovative Dekarbonisierungstechnologien und den autonomen Anlagenbetrieb.
Das Produktprogramm umfasst auch Kessel für die Energieerzeugung, verschiedene Vliesstoff-Technologien und Faserplatten-(MDF-)Produktionssysteme. Mit den angebotenen Waste-to-Value-Recycling-, -Zerkleinerungs- und -Energielösungen werden Abfälle und Nebenströme der Produktion nachhaltig in wertvolle SekundärRohstoffe oder Energie umgewandelt. Neueste IIoT-Technologien im Rahmen der Metris-Digitalisierungslösungen komplettieren das umfassende Produktangebot.